Gemeinschaft durch Bewegung
 

Ausflug des Turnvereins am 22.10.2016

Immer wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, wenn Wettkämpfe und Veranstaltungen zum größten Teil abgehakt sind, dann steht für das Führungsgremium des Bochinger Turnvereins und alle Turnwarte der Vereinsausflug an.

Geplant wird der Tag in ausgewogenem Wechsel zwischen Sport, Kultur und Kulinarischem - so dass eben jeder auf seine Kosten kommt. Wem der Hochseilgarten zu sportlich ist, der meldet sich eben an, wenn die Vorzeichen für Besichtigungen auf festem Grund gesetzt werden. Wie eben in diesem Jahr, als Michael Minder für ein "geballtes Programm" sorgte, um Männern und Frauen gleichermaßen entgegen zu kommen.

Für die einen war es das erste, für die anderen das zweite Frühstück, als man im Bus bedient wurde auf der Fahrt ins Badener Land. In Breisach am Rhein stand dann der Besuch der Geldermann Privatsektkellerei an. „Das Frauenprogramm“ meinte Organisator Michael Minder, denn das Pendant für die Männer sollte am Spätnachmittag folgen. Doch eigentlich war kein Unterschied der Geschlechter auszumachen, ob beim Interesse an der Führung durch die Gewölbekeller, bei den Ausführungen zum besonderen Herstellungsverfahren oder bei der Verkostung des edlen Getränks, welches ausschließlich in Flaschengärung hergestellt wird, wobei die Grundweine der Spitzenklasse  mindestens zwei Jahre auf der Hefe reifen. Der Shop lud ein zum Verweilen und nach dem passenden Mitbringsel Ausschau zu halten. Zeitlich wurde es dann auch schon eng, denn in Freiburg wurde man längst von den Stadtführerinnen erwartet. Die Dauer musste gekürzt werden, trotzdem gewann man einen Eindruck der südlichsten Großstadt Deutschlands. Der Marktplatz mit seinem pulsierendem Leben und bunten Treiben, das Münster und die Bächle, die Altstadt mit ihren so charmanten Gässchen und Wohlfühlplätzen – und dabei jede Menge Infos über Geschichte, Geographie und Baustile, aber auch erheiternde Anekdoten.  Wie im Flug verging die Zeit und so war die einzige sportliche Herausforderung an diesem Tag, rechtzeitig beim nächsten Programmpunkt anwesend zu sein. Dieser war in Donaueschingen vorgesehen. Hier ging es durch die traditionsreichen Gebäude der Fürstlich Fürstenbergischen Brauerei, wo moderne Anlagen für den vollendeten Biergenuss sorgen. Bis 2004 im Besitz der Familie Fürstenberg und heute ein Unternehmen der  Brau Holding International, agiert die Gesellschaft als eigenständiges Unternehmen im Verbund. Über Film, Museum und Bilderreihen einerseits und natürlich durch die Besichtigung der Produktionsstätten andererseits, gab es viel zu erfahren über den Werdegang dieser traditionsreichen Brauerei, die schon im 13. Jahrhundert gegründet wurde, heute zu den größten Braustätten Deutschlands zählt und als erste Brauerei mit dem Qualitätszertifikat nach DIN ISO 9001 und der Umweltzertifizierung nach der Öko-Audit-Verordnung ausgezeichnet wurde.  Im gemütlichen Braustübl konnte man dann sein eigenes Urteil über die geschmacklichen Varianten fällen, und gerne wäre man auch sitzen geblieben. Doch der Abschluss war mehr in Heimatnähe geplant, und so steuerte man das Gasthaus „Sonne“ in Herrenzimmern an, wo man diesen schönen Turnvereinsausflug ausklingen ließ.